Zwischen 2007 und 2019 bin ich durch meine damalige Facebook-Gruppe „Unternehmungslustige Menschen in Braunschweig“ unglaublich vielen Menschen begegnet. Später waren es Gruppen von Veit Lindau, aber auch andere Coaches… der „innere Kern“ in / um Berlin, uvm.
Manchmal erfahre ich, dass einige immer noch meinen Blog oder Posts von mir lesen, was mich natürlich total freut!
Und plötzlich denkst du an jemanden…
Vielleicht geht es dir da ähnlich wie mir!? Wenn es irgendwo im Gespräch um ein Thema oder ein Erlebnis geht, dann kommt mir oft sofort eine Assoziation zu einem Menschen. Selbst wenn wir uns vielleicht Jahre nicht gesprochen haben. Kann ich jemanden für eine Lösung empfehlen, passiert mir das quasi automatisch.
Eine Frage in einem Kennenlern-Zoom
Vergangene Woche habe ich einen Menschen über Zoom persönlich kennengelernt, der mir zuvor nur durch seine Kommentare auf LinkedIn begegnet war. Durch allerlei Gemeinsamkeiten, ähnliche Erfahrungen.
Aus diesem Kennenlernen ist mir eine sinngemäße Frage besonders im Kopf geblieben: Wissen die Menschen eigentlich, die mich kennen und schätzen, was ich (heute) mache?
Webseiten nur noch am Rande
Mir begegnet es immer wieder, dass mich Leute noch immer mit Webseiten assoziieren. Und für jede Empfehlung, jedes ins Gespräch bringen bin ich wirklich dankbar.
Meine Arbeit hat sich in den letzten Jahren allerdings stark verändert. Und so dachte ich mir, ich erzähle einfach mal ein bisschen… und vielleicht bekommst du dadurch ja eine ganz neue Assoziation zu mir.
Wir alle sind Kunden. Täglich.
Wir nutzen tagtäglich Produkte und Dienstleistungen von unzähligen Unternehmen. Sicherlich kennst du es auch irgendeine Dienstleistung zu nutzen und dir währenddessen oder im Anschluss zu denken:
- „War okay. Wär aber auch besser / freundlicher gegangen.“
- „Die machen echt gute Arbeit, aber ohne die Empfehlung von meinem Freund hätte ich die nie beauftragt!“
- „Hätte ich das vorher gewusst, hätten wir uns alle viel Zeit ersparen können!“
- „Irgendwas passt doch da nicht zusammen!?“
- „Warum zum Henker machen die nicht XYZ!?“
All solche Momente haben eins gemeinsam: Sie sind die Zusammenhänge, bei denen meine Arbeit ansetzt.
Unstimmigkeiten. Unlogik. Dusseligkeiten. KundenERLEBNISse, die viel besser verlaufen könnten. Kunden-Support, der einfach nicht dein Problem löst.
Nicht jede Unstimmigkeit entsteht aus einer bewussten Entscheidung oder schlechten Absicht. Dafür kommen genauso auch Betriebsblindheit, Alltag, „noch keine Lösung gefunden und beiseitegelegt“ infrage. Erst wenn wir verschiedene Perspektiven übereinanderlegen, sehen wir die Überschneidungen – und die Bereiche, die sich so gar nicht überlappen.
Weniger Produkt, sondern eher Perspektiven
Was mir schon immer leicht fiel, ist die Perspektiven von anderen Menschen einzunehmen. In mancher Diskussion habe ich Positionen eingenommen, die zur mir selbst nie gepasst hätten. Einfach um Menschen / Gedanken anzuregen und Situationen zu öffnen… gerade in Konflikten.
All diese psycho-logischen und menschlichen Themen sind auch schon immer mit in meine Arbeit eingeflossen. Gleichzeitig lag darauf nie der Fokus. Alles, was ich durch meine Mitmenschen, durch eigene Erfahrungen oder auch aufgrund von Erfahrungen meiner Kunden mitbekomme, sauge ich in mich auf und gebe es bei Bedarf wieder weiter.
In der Schule war es der Text auf dem DIN A4-Blatt
Dort sind mir die 3, 4 oder 5 Fehler quasi leuchtend, blinkend ins Gesicht gesprungen. Ich bin kein Rechtschreib-Held, aber mir fallen unglaublich schnell Kleinigkeiten in größeren Zusammenhängen auf.
Bei unseren Gruppentreffen damals waren es viele unterschiedliche Dinge: woran bei einem Ausflug zu denken war, Charaktere, die sich potentiell gut verstehen dürften oder die Koordination von Absprachen, Treffpunkten… Oder sei es jemand Neues direkt zu integrieren, weil die Person noch etwas zurückhaltend am Rand stand und sich unsicher war.
Diese mir irgendwie gegebenen Talente sind inzwischen das Fundament meiner Arbeit, während die Mediengestaltung der letzten 22 Jahre erst im Anschluss Teil der aktiven Umsetzung meiner Beratung ist.
Der berühmte Blick von außen
Ich liefere meinen Kunden also verschiedene Perspektiven auf ein und dieselbe Situation. Das fördert einerseits Verständnis, andererseits bringt es Knoten zutage, durch die zuvor, aus der Folge heraus, wieder ganz andere Probleme entstanden sind.
Es sind eben die Blickwinkel, die immer wieder helfen ein Symptom von mehreren Seiten zu betrachten, um dann zu einer Lösung zu kommen, die für möglichst viele Seiten stimmig ist. Daraus entstehen dann Wege, durch die plötzlich alle Parteien gewinnen: das Unternehmen, die Kunden und oftmals auch noch Mitarbeiter/innen und Geschäftspartner.
Perspektiven mit Voraussicht
Ich spüre und sehe voraus, wäge Eventualitäten ab und ahne, welche Maßnahme welche Auswirkungen worauf hat. Auch bzw. gerade in komplexen Umgebungen. Ich sehe Stolpersteine, bevor jemand gestolpert ist. Und ich bin ganz gut darin zwischen Menschen (Abteilungen) zu übersetzen / Anliegen zu transportieren.
So auch beim Beispiel Angestellte. Ich bin kein Spezialist für Mitarbeiterführung im Alltag und auch kein Mediator für innerbetriebliche Konflikte. Ich hatte selbst nur kurze Zeit freie Mitarbeiter. Aber ich weiß wie Menschen wann (re)agieren, was psychologisch hemmt oder sie entfesselt, warum Menschen innerlich lange gekündigt haben oder was du tun kannst, um deinen Arbeitsplatz langfristig attraktiv zu machen und zu halten.
Symptombehandlung statt Ursachensuche ist weit verbreitet
Die meisten Unternehmen haben irgendein spezifisches Problem. Sie suchen nach neuen Mitarbeiter/innen, wissen aber nicht einmal, warum die nicht bleiben, die eigentlich da sind. Sie wollen neue Kunden gewinnen, bemerken aber nicht, warum sich interessierte Menschen abwenden und nicht zu Kunden werden.
Die Liste ist endlos, aber ich denke, du verstehst, worauf ich hinaus möchte.
Wie oben schonmal beschrieben: Viele dieser Probleme entstehen im Laufe der Zeit. Manchmal durch fehlende Perspektive. Manchmal durch eingeschliffene Abläufe. Manchmal durch Betriebsblindheit. Und sie sind nur allzu menschlich. Vor allem, wenn wir bedenken, wieviel jeden Tag auf uns alle einprasselt.
Blinde Flecken lassen sich lösen
Aber das Gute ist, vieles lässt sich sogar einfacher lösen, als es manchmal scheint. Ich beschreibe all diese Unstimmigkeiten am liebsten mit „Blinde Flecken“. Wenn jemand von außerhalb kommt und sie aufdeckt, werden sie schneller greifbar und können dann auch erst gelöst werden. (Unsichtbares löst sich halt selten^^)
Die Chancen, die daraus entstehen können, gehen in alle Richtungen. Einige sogar soweit, dass Menschen gesünder arbeiten können. Aber das steht auf einem ganz anderen Blatt.
Was assoziierst du mit mir? Mit Patrick?
Ich hoffe hauptsächlich Gutes. Vielleicht auch etwas Kontroverses. Das ist okay. Ich passe in keine Schublade und wir können auch immer miteinander umgehen, auch wenn wir vielleicht nicht einer Meinung sind.
Aber was ich wirklich toll fänd…
wenn du mit Patrick zukünftig auch sowas assoziierst wie „Patrick kann helfen, wenn etwas unstimmig ist, wenn es etwas in Unternehmen spürbar zu verbessern gibt, wenn es Veränderung brauchen könnte“.
Denn im Regelfall wissen die Unternehmen gar nicht, dass ihr Problem ganz woanders liegt, als dort, wo sie es eigentlich vermuten.
Und rein privat… freut es mich einfach, wenn du mich in positiver Erinnerung hast.



Schreibe einen Kommentar