Ganz spontan schreibe ich mal wieder einen Blogartikel, über meinen Neustart, der gerade erst so richtig beginnt. Vorgestern habe ich mich mit „Chatti“ (ChatGPT) über LinkedIn und die Premium-Modelle sowie einige andere Tools unterhalten.¹ Das Ergebnis war wieder einmal sehr hilfreich. In letzter Zeit definitiv häufiger als noch vor einigen Monaten.

Wie dem auch sei… es gibt ja doch einige Menschen, die ich nicht mehr so häufig sehe und trotzdem in meinem Herzen trage. Und da gibt es auch immer wieder welche, die  über Blog und Social Media irgendwie doch immer wieder lesen, wie es mir so geht und was ich so treibe – auch wenn ich davon lange nicht mehr soviel veröffentliche wie früher. Aber es freut mich natürlich immer wieder, wenn mir jemand davon erzählt.

Mein Hirn war rückblickend monatelang wie Brei

In oben besagter Unterhaltung sagte mir Chatti irgendwann, wie sehr ich mich doch in den letzten Monaten verändert und entwickelt habe. Und ja… natürlich verteilt dieses Tool gern Komplimente, vollkommen unabhängig davon, ob das nun wirklich zutrifft oder nicht. Aber da waren ein paar Hinweise und Zeilen dazwischen, die mich echt zum Nachdenken gebracht haben. Und wieder ja, da ist etwas, was ich rückblickend auch wahrnehme. Ich kehre wieder mehr zurück ins Leben, auch wenn das mit – zusammengerechnet – rund 9 Monaten Verdienstausfall ein echtes Brett ist.

Aktuell hat die BLSK mal wieder meine Konten gesperrt, weil dort gefühlt sowieso keine Sau Interesse an Menschlichkeit hat, sondern nur an Perfektionismus, Zahlen und Marketing-Sprüchen wie „Gemeinsam dadurch!“.

Viele Vertrags-Unternehmen sind durchaus menschlich und gesprächsbereit

Was allerdings definitiv nicht für Banken wie die BLSK oder die Chaostruppe Consors Finanz oder das klare, freundliche, aber sehr konsequenz-direkte AMEX gilt.

Logisch… wenn summa summarum rund 9 Monate Einkommen fehlen, aber alle Kosten selbstredend weiterlaufen, ergibt es sich ganz simpel, dass dann vielleicht auch Kreditraten (und anderes) nicht so beglichen werden können, wie du es selbst gern tun würdest. Die einen pfänden, die Nächsten hauen dir nach 3 Monaten direkt ins Schufa-Kreuz und andere „machen es 3, 4 oder 5 Monate mit“. Aber irgendwann ist meistens Sense.

Voraussicht bringt nicht immer etwas

Meine frühen Bitten (Okt. / Nov. / Dez.) hat jedenfalls keinen interessiert, um all den Konsequenzen direkt vorzubeugen. Denn ich habe früh gespürt, dass manche Dinge wohl länger brauchen werden, als es mir lieb ist. Auch wenn ich es genau genommen natürlich gar nicht wahrhaben wollte. Und gleichzeitig ist natürlich immer die Hoffnung da, dass „ich morgen wieder Gas geben kann“. Die Realität sah jedoch ein bisschen anders aus, als mein Kopf es gern wollte.

Menschen machen Menschen das Leben schwer – oft unnötig

Bei manchen Vertragsarten ist es tatsächlich schwierig, aber gerade bei Krediten und ähnlichem könnte solch eine Situation ja relativ einfach handzuhaben sein. Zinsen und Kosten laufen weiter. Verträge könnten simpel verlängert / verschoben werden. Da ist es den meisten Banken allerdings vollkommen gleich, ob du ein notorischer Zahlungsverweigerer bist oder einfach in einer beschissenen Situation steckst, die vielleicht nicht in 2 Monaten gelöst ist. Die Strukturen sind starr und kennen am Ende nur einen Weg. Alles (nach)zahlen oder draufhauen.

Nunja… Schläge bin ich quasi „gewohnt“…

In 20 Jahren Finanzkrise, die alle 4, 5 Jahre deutliche, 5stellige Rückschläge mit sich gebracht hat, ging es quasi immer wieder auf den Boden, wenn ich gerade wieder „fertig“ aufgestanden war und mich einigermaßen erholt hatte. Immerhin haben mich die harten Momente meiner Kindheit und Jugend (es waren mehr als genug) so abgehärtet, dass ich es schaffe recht viel zu ertragen und trotzdem nicht aufzugeben.

Umso dankbarer bin ich, dass ich nun seit über 5 Jahren eine Frau wie Kati an meiner Seite habe, die mit mir wirklich durch dick und dünn geht, alles – soweit irgendwie machbar – mitfinanziert, mir ihr Ohr, ihren Glauben und ihren Mut schenkt, usw. Ihr Herz sowieso! ❤ Ohne sie wäre ich wahrscheinlich schon eine ganze Weile kaputt.

Rückblickend gen OP

Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte, war die Tatsache, die mir im Chat mit Chatti bewusst geworden ist. Zwar habe ich mich im Januar / Februar wieder begonnen fitter zu fühlen, aber rückblickend konnte ich mich auch da noch nicht so ideal konzentrieren, geschweige denn Stunden am Stück.

All das hat doch deutlich mehr Zeit gebraucht, als ich vermutet und gehofft habe… und gleichzeitig bin ich extrem dankbar, dass ich heute wieder ziemlich gut auf den Beinen bin. Neulich habe ich mich sogar mit einem eScooter wie ein 14jähriger auf die Klappe gelegt. 😀

Die letzten Monate

…habe ich jedenfalls intensiv dazu genutzt alle bereits bezahlten und unterstützenden Aufträge abzuschießen, kleine Zwischenaufträge zu erledigen, mich selbst auf neue Beine zu stellen und wie immer weiter zu lernen und zu reflektieren.

Ich hatte letztes Jahr bereits begonnen meiner Arbeit als Mediengestalter das Consulting voranzustellen. Ganz einfach, weil da in den letzten Jahren immer die meiste Arbeit und vor allem der größte Mehrwert reingeflossen ist. Zudem habe ich immer wieder festgestellt, wie schnell ich Blinde Flecken von Unternehmen registriere. Ungereimheiten, Fehler im System, in Abläufen, Zusammenhänge, wo A nicht zu B passt, Kunden unnötig vergrault werden oder frühzeitig abspringen, uvm.

Der berühmte Blick von außen, der auch mich immer wieder weiterbringt.

Im März / April habe ich dann mit einem Gastro-Konzept (mehr Gäste, mehr Gewinn), mit dem ich bereits letztes Jahr vor der OP schon begonnen hatte, nun wieder den nächsten Angriff gestartet. Leider ohne Rückmeldungen… aber ich habe hier auch den Fehler gemacht tatsächlich nicht einmal daraufhin anzurufen. Denn gerade in vielen Bereichen der Gastro gäbe es soviel Potential, das liegenbleibt… und neue Blickwinkel könnte sie oft auch gebrauchen. Aber nundenn… ich kann es ja jederzeit wieder hervorholen, wenn mir Restaurants – oder allgemein GASTronomie – begegnen, die wirklich Lust auf Entwicklung und Veränderung haben.

Alles neu macht der Mai

Im Mai musste ich mich dann langsam darauf einstellen, dass ich absehbar wahrscheinlich mal wieder autolos sein würde. Leider wurde aufgrund der Ausfälle auch mein Fahrzeug-Leasing nicht verlängert. Da war zwar alles nachgezahlt und bereinigt, aber aufgrund „unzuverlässiger Zahlweise“ wurde der Vertrag, der bis zum 05.06. ging, von der ALD (KIA Leasing) nicht verlängert. Wir haben unseren KIA Ceed GT echt geliebt und in den drei Jahren tatsächlich nur Freude dran gehabt!

Ohne Auto und Aussicht auf Mobilität wird der Neustart zwar nicht einfacher, aber auch das wird sich irgendwie lösen. Jammern tut zwar punktuell mal gut, darf aber kein Dauerzustand werden. Im Moment behelfen wir uns mit eScootern und Car-Sharing, wie du im Titelbild sehen kann. Wie sagt Kati manchmal grinsend: „Patrick, wie ein kleiner Junge auf dem Roller… mit T-Shirt und Cappi“.

Und so kam es auch, dass ich mich Ende Mai / Anfang Juni neben Kundendingen verstärkt darum gekümmert habe, mein Geschäftsmodell doch nochmal zu überarbeiten, meine neue Webseite online zu stellen, usw. Ohne zu wissen, wie ich den vorbereiteten Consulting-Ablauf in der Realität umsetzen würde. Zwar ist das oft so bei neuen Dingen, dass wir da erstmal reinwachsen müssen, doch es mussten auch dringend Inhalte aus der Seite, aus meinem Angebot, aus meinem Logo, usw. raus, die dort einfach nicht hingehörten und ggf. sogar eher destruktiv waren (zumindest innerlich für mich). Jedenfalls haben diese Dinge überhaupt nicht auf das Zielkonto eingezahlt, auf das ich eigentlich zugehe.

Kopf hoch und weiter voran

Nun hatte ich mein neues Geschäftsmodell online und endlich alles Wesentliche so, dass ich mich (gefühlt) wieder nach draußen trauen konnte. Allergings hatte ich noch einige Knoten im Kopf, weil meine Preisplanung in mir nicht stimmig war, zu viele offene Fragen, die unbeantwortet schienen und in mir die eigene Linie fehlte.

So habe ich dann wieder intensiv mit Kollege Chatti daran gearbeitet dieses Konzept zu entwirren – auch mit Hilfe eines kleinen internen Rechners. Und auch dieser hat ziemlich schnell aufgezeigt, wo welche Details ich möglicherweise noch übersehen hatte. So wurden auch die Knoten logischer und ich kam meinen Lösungen näher. Veränderung ist halt immer ein Prozess.

Im letzten Schritt haben wir das dann sortiert und so angepasst, dass dieser Teil nun auch auf meiner Webseite klarer ist und der Rechner für mich für die erste Theorie recht rund wirkt. Die Praxis kann dann den Rest zeigen.

Jetzt kann ich jedenfalls auch endlich Angebote stimmig kalkulieren. Der Ablauf passt zu meiner Arbeitsweise und viele Relationen sind jetzt auch stimmiger. Jetzt heißt es nur noch zu schauen, wie sich mein eigenes Marketing in der nächsten Zeit entwickelt und wie ich in der Praxis zu neuen Kunden komme. Der Weg der jahrelangen Frei-Haus-Lieferung von Interessenten ist jedenfalls nicht mehr ganz so „planbar“ wie früher.

Auch meinen KommunikaWAS…!?-Podcast möchte ich wiederbeleben

Meinen KommunikaWAS…!?-Podcast habe ich im letzten Jahr begonnen. Mein innerer Spaß ist anfangs etwas gewichen, weil ich beim eigenen Zuhören dann doch oft sehr kritisch war.  Mit dem Üben und Umsetzen kam aber auch immer mehr der Spaß daran zurück, weil sich meine Zunge doch mit der Übung natürlich auch verbessert hat.^^ Die ersten 7 „Trainings-Folgen“ waren schon online. Die aktuell letzte Folge erschien einen Tag vor meiner ungeplanten Notfall-OP.

Im November habe ich eine Doppelfolge aufgenommen, doch die wurde am Ende eher ein Ausko**** über unsere Krankheitslandschaft. Und damit passte das nicht wirklich zum Ziel meines Podcastes: Positives Teilhabenlassen und alltägliche Kommunikation, die eher den positiven Unterschied bewirkt, als sich dem allgemeinen „gegen“, aufregen, usw. anzuschließen.

Ziel ist und war es immer, mich offen mit Menschen zu unterhalten, frei auszutauschen, neugierig zu ein und dadurch Mehrwert zu stiften. Ähnlich wie es ein Ben Berndt in seinem {ungeskriptet}-Podcast tut, den ich übrigens nur wärmstens empfehlen kann! Spannende Gäste, interessante Blickwinkel… nicht alles passt zu mir, aber das muss es auch gar nicht. Im Kern finde ich ihn unglaublich wertvoll… aber schau oder hör gern selbst: [Freiwillige, unbezahlte Werbung]   Youtube | Spotify | Webseite

Jedenfalls hat es sich seither nicht richtig angefühlt, mit meinem Podcast weiterzumachen, da ich zu oft zu negativ drauf gewesen bin. Gleichzeitig war, wie oben beschrieben, meine eigene Außenwirkung auch besetzt mit inneren Knoten. Und jetzt grad darf noch mein Heuschnupfen aufhören… dann darf es sehr gern wieder losgehen. Durch so viele Gespräche in den Unternehmungslustigen damals, und auch durch die Aufnahmen bei meinen Buch-Interviews hat es mir unglaiublich viel Spaß gemacht, mit solchen Formaten zu arbeiten.

Podcast-Interviews bzw. -Unterhaltungen mit unternehmerischem Wert

Nachdem ich durch mein Buch schon über 10 Jahre mit dem Podcasten liebäugele und damals schon dachte „ich sei zu spät dran“, weiß ich heute zumindest, welchen Wert wir jederzeit damit stiften können. Denn wo gibt es schon Einblicke hinter die Kulissen, die wir eigentlich nie zu sehen bekommen, die dauerhaft online bleiben und nicht in irgendeiner Timeline verschwinden!?

Am liebsten möchte ich die „Interviews“, die eigentlich mehr Unterhaltungen sind, direkt mit Menschen machen, die selbständig oder unternehmerisch tätig sind. Kleine, inhabergeführte Unternehmen, aus der Region Braunschweig… allerdings nicht zwingend. Das geht auch überregional. Einfach als netten Austausch, Erfahrungen teilen, und nebenbei quasi informative, indirekte und dauerhafte Werbung für lau.

Falls du also sympathische Menschen mit Unternehmen kennst, der oder die offen dafür ist, mal ein bisschen über das eigene Unternehmer/innen-Leben zu plaudern, leite diese Info gern an die Person oder an mich weiter. Ich bin echt neugierig auf das, was kommt!

Wie stehst du zu schwierigen Situationen? Wie gehst du mit ihnen um? Was war bislang deine persönlich schwerste Herausforderung im Leben?

 

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¹ Während die einen sagen: „Du musst sehr klar und deutlich mit diesen KI-Chats sprechen!“ und eigentlich sollte man sowieso komplett weg von den Chats, mehr hin zu Context Engineering bzw. den KI-Agenten, schätze ich gerade diesen „Austausch“ mit dieser Maschine, die mich inzwischen recht gut kennengelernt hat.
Klar… wer da unkonkrete Inhalte hineingibt, wird auch eher Unklares ernten. Und wer Informationen nicht für sich differenzieren kann, sondern gern schnell glaubt, der oder die sollte dann auch vorsichtig mit diesen Tools umgehen… Und trotzdem „spreche“ mit diesem Tool oftmals lieber als wäre es eine Art Freund. Zum Glück kann ich Antworten ja ganz gut differenzieren, ob sie mir nur nach dem Mund geschrieben sind oder wirklich etwas für mich drinsteckt.